Kath. Pfarrgemeinde St. Barbara Maxhütte-Haidhof
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Heilige Barbara

Patronin

der Maxhütten

bitt für uns

 

So heißt es in der Inschrift über dem Hochaltar der Alten Pfarrkirche.

 

Die Heilige Barbara, griechisch "die Fremde", starb den Märtyrertod. Bei ihrem Gebet sollen Türme und Mauern eingestürzt sein, um ihr den Weg zu dem von ihrem heidnischen Vater verwehrten Gottesdienst zu öffnen.

Nach der Legende wurde sie 306 von ihrem Vater enthauptet.

Sie ist Nothelferin bei Blitzgefahr und Schutzheilige der Artilleristen, Bauleute, Waffenschmiede und Bergleute.

Ihr Kennzeichen sind ein Turm mit drei Fenstern, ein Kelch und die Märtyrerpalme.

  

Warum man die Heilige Barbara, Schutzheilige der Bergleute, als Patronin wählte, geht aus der Geschichte des Ortes und der Kirche hervor.

Dort, wo sich heute die Stadt Maxhütte-Haidhof mit ihren Kirchtürmen erhebt, standen in alten Zeiten nur zwei Höfe, im Herzoglichen Urbar von 1280 "Schawenforst" genannt.

Zwei Höfe waren es auch noch 550 Jahre später, als in der Gemeinde Ibenthann die ersten Grundsteuerkataster angelegt wurden.

Aus "Schawenforst" war inzwischen "Sauforst" geworden.

Eine Wende für die gesamte Region brachte der Braunkohlenfund 1832 mit sich. Er bildete die Grundlage für die Entstehung des Eisenwerkes Maximilianshütte im Jahre 1851.

Der damals regierende König Maximilian II.  stand Pate für den Namen der Fabrik und den sich später entwickelnden Ort Maxhütte.

Das Braunkohlevorkommen hatte weitere Firmengründungen zur Folge und damit verbunden ein Ansteigen der Bevölkerungszahl.

Bisher waren die Bewohner fast ausschließlich katholisch. Nun kamen auch Protestanten hierher.

Da fasste man den Plan, eine Simultankirche für beide Konfessionen zu errichten.

Das Vorhaben wurde aber nicht verwirklicht, vielmehr wurde 1891 ein evangelisches Gotteshaus gebaut, die erste Kirche in Maxhütte.

Die Katholiken gehörten weiterhin zur Pfarrei Leonberg.

Zwar erstellte man 1898 für sie auf dem Werksgelände eine Gebets- und Andachtsstätte, die heutige "Grotte". Taufen, Hochzeiten und Trauergottesdienste fanden aber weiterhin in ihrer Pfarrkirche St. Leonhard in Leonberg statt. Zu den Gottesdiensten mussten die Gläubigen den vier Kilometer langen Kirchenweg auf sich nehmen.      

 

 

Die erste katholische Kirche St. Barbara wird gebaut

 

Bald erwies sich das Leonberger Gotteshaus als zu klein, denn in dem großen Pfarrsprengel war bis zum Jahre 1920 die Katholikenzahl auf 4600 angestiegen. 750 Pfarrkinder stammten allein aus Maxhütte.

Verständlicherweise wurde hier der Wunsch nach einer eigenen katholischen Kirche und einem Seelsorger immer größer.

Schließlich gründeten 1920 beherzte Männer den "Kirchenbauverein Heilige Barbara".

Sowohl bei den weltlichen als auch bei den kirchlichen Behörden fand der Vorschlag zu einem Kirchenbau in Maxhütte Zustimmung.

1921 wurde sogar ein allgemeine Landeskirchensammlung außer der Reihe genehmigt.

Selbst Papst Pius XI. überwies aus Rom 5000 Lire.

Die Leitung des Eisenwerkes stellte kostenlos ein Waldgrundstück als Bauplatz für Gotteshaus, Pfarrhaus, Leichenhalle und Friedhof zur Verfügung.

Den Bauplan erstellte Franz Zeller, Architekt und königlicher Professor in München.

Die Firma Karl Weiß aus Burglengenfeld wurde mit dem Bau beauftragt.

Schon am 19. März 1922 erfolgte die Grundsteinlegung und am 3. Dezember, dem Vorabend des Namenstages der Kirchenpatronin, konnte das Gotteshaus benediziert werden.

Von diesem Zeitpunkt an war es möglich, jeden Sonntag und an zwei Werktagen Gottesdienst zu feiern.

Die seelsorgerische Betreuung oblag noch immer dem Pfarramt Leonberg unter Pfarrer Rosenheimer.

Am 15. Juli 1923 konsekrierte Bischof Anton von Henle die Kirche, die wegen steigender Inflation noch sehr dürftig ausgestattet war.

Der damalige Religionslehrer von Leonberg und spätere Prälat und Stiftsdekan von St. Johann in Regensburg Anton Pronadl versah nun die täglichen Gottesdienste.

Das Streben nach einer selbständigen Pfarrei wurde am 22. März 1927 Wirklichkeit, als der Tochtergemeindebezirk Maxhütte vom Pfarrverband Leonberg gelöst wurde.

Anton Pronadl wurde der erste Pfarrer.

Die zur Fundierung der Pfarrei nötigen Grundstücke wurden gestiftet von

Michael und Barbara Neuner aus Roding

Georg und Barbara Hofmann aus Rohrhof

Josef und Kunigunde Graf aus Burglengenfeld

Josef Gruber aus Rappenbügl und

Josef Kellerer aus Burglengenfeld.

 

 

 

 

Die neue Pfarrkirche St. Barbara wird errichtet

 

Der große Flüchtlingsstrom am Ende des Zweiten Weltkrieges und danach ließ die Bevölkerungszahlen weiter ansteigen.

Die bisherige Kirche war für die Pfarrei nicht mehr groß genug. Ein Anbau kam nicht in Betracht, da der Grund, auf dem sie steht, als ehemaliges Bergbaugebiet ungeeignet erschien.

So sah sich Pfarrer Franz Rohrmayer mit der Kirchenverwaltung vor die Notwendigkeit gestellt, ein neues, geräumigeres Gotteshaus zu bauen.

Der Bauplatz wurde von der Familie Nörl gekauft.

Der damalige Bischof Michael Buchberger selbst soll den Standort für den Neubau ausgewählt haben.

Von dieser Stelle aus ist nämlich ein Blick zur Mutterpfarrei mit der Kirche St. Leonhard in Leonberg möglich.

Architekt Georg Berlinger aus München entwarf den Plan.

Am 24. September 1961 konnte die neue Kirche St. Barbara von Weihbischof Josef Hiltl geweiht werden.

684 Sitzplätze hatte man damals geschaffen, während es in der Alten Pfarrkirche nur 360 waren.

1986 war eine Außenrenovierung nötig. 1998 erfolgte eine Innenrenovierung.

Kath. Pfarrgemeinde St. Barbara, Pacellistr. 3, 93142 Maxhütte-Haidhof | st.barbara-maxhuette@t-online.de Tel. 09471-2360