Kath. Pfarrgemeinde St. Barbara Maxhütte-Haidhof
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Alte Pfarrkirche St. Barbara (Friedhofskirche)

 

 

 

Mit dem Bau der heutigen Pfarrkirche St. Barbara 1961 ist das erste katholische Gotteshaus zur Nebenkirche geworden.

Nur Tauf-, Trau- und Sepultur-Recht hat sie beibehalten.

Birken und Föhren, Überreste aus dem 1921 gestifteten Waldgrundstück, ließen den angrenzenden Gottesacker zum Waldfriedhof werden und bilden jetzt einen gefälligen Rahmen für die Kirche.

Ein Vorbau beim Haupteingang und ein zweiter an der Nordseite, der spitzgiebelige Turm, der angebaute Pfarrhof, der niedrigere Altrartrakt mit Sakristei und der überdachte Gang dazwischen lockern den Bau auf.

Das Kirchenschiff besteht aus einem rechteckigen Hauptraum mit Tonnengewölbe. An der Westseite befinden sich zwei übereinanderliegende Emporen. In der oberen ist die Orgel eingebaut.

Die Nord- und Südwände des Hauptschiffes sind durch je drei flache Nischen gegliedert.

Die Metallfenster mit bunter Glasmalerei wurden von genannten und ungenannten Personen gestiftet.

Der Altarraum ist eingezogen und liegt zwei geschwungene Steinstufen höher als das Schiff. Früher wurden beide durch das "Speisegitter" voneinander getrennt.

Auf dem neubarocken Hochaltar steht die Figur der heiligen Barbara im Mittelpunkt. Sie hält den Palmzweig als Zeichen des Sieges über den Tod in der linken Hand, in der rechten einen goldenen Kelch. Der auf dem Altarblatt dahinter gemalte Turm erinnert daran, dass ihr heidnischer Vater sie ihres Glaubens wegen in den Kerker werfen ließ. Zwei Putten über ihrem Haupt setzen ihr die Märtyererkrone auf. Seitlich neben zwei marmorierten, mit Blumenvasen geschmückten Säulen stehen die zwei Apostelfürsten, der heilige Petrus links und rechts der heilige Paulus.

Die Tabernakelanlage endet in einem baldachinartigen Aufbau für Kreuz und Monstranz.

Der gesamte Altar ist mit reicher, vergoldeter Ornamentik ausgestaltet. Er wird gekrönt von einer gerahmten Schrifttafel mit dem kurzen Gebet: "Heilige Barbara, Patronin der Maxhütten, bitt für uns." Dahinter lässt ein rundes Fenster das Morgenlicht in den Altarraum fallen.

Am linken Seitenaltar im Kirchenschiff stellt ein Halbrelief die Muttergottes dar mit dem Jesuskind auf dem Schoß. Engel umschweben die beiden. Auf dem Hauptgesimse, neben bemalten Säulen, sitzen geflügelte Engel mit Blumengirlanden.Ein Strahlenkranz mit einem Herzen als Mittelpunkt bildet den Abschluss nach oben. Unter dem Relief befindet sich ein vergoldeter Tabernakel.

Der rechte Seitenaltar zeigt den heiligen Josef und das Jesuskind, beide stehend. Er ist wie der Marienaltar ausgestattet, nur zeigt der Strahlenkranz in der Mitte ein Kreuz. Vor dem Jesuskind steht auf einer Ornamentkonsole ein Kreuz.

An der Kanzel sind die Aufgangsfüllungen mit reichen Blumengehängen und vergoldeten Ornamenten versehen. Am Kanzelkorb ist ein Relief "Jesus mit seinen Jüngern" angebracht. Die Rückwand zeigt die zwei Gesetzestafeln. Im Inneren des Schalldeckels schwebt im Strahlenschein der Heilige Geist in Gestalt einer Taube. Den oberen Abschluss ziert ebenfalls ein vergoldeter Strahlenkranz mit den Initialen IHS.

Das Taufbecken wurde aus Kelheimer Kalkstein angefertigt. Die Schnitzerei auf dem Deckel stellt Johannes bei der Taufe Jesu dar.

Die drei Altäre, Kanzel und Taufstein wurden in der Bildhauerwerkstatt Jakob Helmer, Regensburg, im neubarocken Stil erstellt.

Fassung und Vergoldung führte der Kirchenmaler Johann Böckl in Regensburg aus.

Die Fenster zeigen an der linken Wandseite von vorne:

 

Die Hl. Margareta mit Krone, Schwert und Lindwurm. Sie gehört als Märtyrerin zu den 14 Nothelfern. Um 310 wurde sie von Diokletian enthauptet.

Die Legende erzählt, dass sie den Teufel, der ihr in Gestalt eines Drachen im Kerker erschien, mit dem Kreuzzeichen in die Flucht geschlagen hat. Der Volksmund hat ihr, so wie der Hl. Barbara, in dem Verslein ein Denkmal gesetzt:

"Barbara mit dem Turm,

Margareta mit dem Wurm,

Katharina mit dem Radl -

das sind die drei heiligen Madl."

 

Gestiftet wurde das Fenster von Dr. Karl und Margareta Senft. Die Heilige ist Namenspatronin der Stiftersgattin.

 

Die Hl. Theresia von Lisieux. Sie wurde 1925 heilig gesprochen. Karl Weiß aus Burglengenfeld, Erbauer der Kirche, ist der Stifter dieses Fensters.

 

Die Fenster an der rechten Wandseite stellen dar:

 

Kaiser Karl mit Krone, Zepter und Reichsapfel. Er ist der Namenspatron des Stifters dieses Fensters, Dr. Karl Senft.

 

Das Fenster mit Jesus, dem guten Hirten wurde erst 1930 vom Arztehepaar Senft gestiftet und befindet sich über dem Beichtstuhl. Es gilt als Symbol für die barmherzige Güte Gottes, der den reuigen Sünder in seine Arme schließt wie der Hirte das verlorene und wiedergefundene Lamm.

 

Das Fenster der Hl. Elisabeth mit Rosen stammt von ungenannten Wohltätern. Als Königstochter und Landgräfin von Thüringen war sie eine sehr mildtätige Frau. Sie pflegte Kranke und verteilte Almosen an die Bedürftigen. Bei einem ihrer Gänge zu den Armen sollen sich der Legende nach die Brote in ihrem gefüllten Korb in Rosen verwandelt haben, als der erzürnte Gatte sie zur Rede stellte.

Elisabeth starb 24-jährig und wurde schon vier Jahre später heilig gesprochen.

 

Beachtenswert ist das Holzkreuz über dem linken Seitenausgang, geschaffen vom Bildhauer Karl Bornschlegel aus Burglengenfeld. Der ausdrucksstarke lebensgroße Christus ist eine Versinnbildlichung des qualvollen Ausrufs: "Mich dürstet!". Das Kunstwerk erregte nicht nur Aufsehen bei der Ausstellung des Katholikentages 1931 in Nürnberg, es fand sogar über die Landesgrenze hinaus  in der französischen Zeitung "La Revue Moderne" lebhafte Anerkennung.

 

Auch die Figur des Hl. Bruder Konrad auf der gegenüberliegenden Seite ist ein Werk des gleichen Künstlers.

 

Die vier Glocken im Turm wurden von der Firma Hamm in Regensburg gegossen. Zwei von ihnen wurden während des Zweiten Weltkrieges eingeschmolzen. Nach dem Krieg kamen zwei Ersatzglocken zum Gotteshaus zurück.

 

 

Kath. Pfarrgemeinde St. Barbara, Pacellistr. 3, 93142 Maxhütte-Haidhof | st.barbara-maxhuette@t-online.de Tel. 09471-2360